Montag, 17. Juni 2024
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Bärlauch: Verwechslungen führen häufig zu Vergiftungen

Bärlauch und Maiglöckchen

Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen und ist eines der bekanntesten heimischen Wildkräuter. Im Frühjahr frisch geerntet verwenden viele Menschen die Pflanze in der Küche für vielseitige Gerichte, wie Suppen, Soßen und Salate. „Obwohl der knoblauchähnliche Geruch ein typisches Merkmal des Bärlauchs ist, wird die Pflanze häufig mit dem giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Solche Verwechslungen führen in jeder Saison zu Vergiftungsfällen mit zum Teil tödlichem Ausgang.“

Bärlauch (Allium ursinum), im Volksmund auch Waldknoblauch genannt, wächst in krautreichen, schattigen und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern, Auwäldern, Parkanlagen und Nutzgärten. Im Frühjahr treiben aus kleinen Zwiebeln meist zwei saftig grüne, lanzettförmige Blätter aus, die auch in der Küche verwendet werden. Die jungen Blätter ähneln denen des giftigen Maiglöckchens (Convallaria majalis) und der sehr giftigen Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale).

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) – ohne Blüten leicht verwechselbar mit Bärlauch – Foto: Pixabay

Das führt häufig zur Verwechslungen, wie die langjährige Dokumentation in den Giftinformationszentren der Länder und im BfR zeigt.
Das BfR verweist auch auf ein Verzeichnis der Giftinformationszentren und gibt Tipps zur Prävention von Vergiftungen und Hinweise zur Ersten Hilfe.

Mehr Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung