Donnerstag, 26. März 2026
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U7-Verlängerung nach Staaken zu teuer

Der U-Bahnhof Rathaus Spandau

Die gewünschte Verlängerung der U7 nach Staaken muss auf einer Wirtschaftlichkeitsberechnung aufbauen. Dazu wurde im Berliner Abgeordnetenhaus im Jahr 2024 die Grundlagenermittlung inkl. Wirtschaftlichkeitsuntersuchung im Rahmen von Leistungsphase 1 beschlossen. Das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) ist jedoch nicht ausreichend. Die Kosten sind höher als der Nutzen. Das bedeutet das vorläufige Aus für die U-Bahn-Verlängerung.

Aktuell hat sich das Bezirksamt Spandau dazu in der Pressemitteilung vom 26.03.2026 zu Wort gemeldet, und versucht die Lage offen zu halten:

„Das Bezirksamt Spandau nimmt die aktuelle Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) zur Verlängerung der U-Bahnlinie U7 zur Kenntnis, sieht jedoch dringenden Bedarf für eine ganzheitliche Betrachtung. Aus Sicht des Bezirks bilden die derzeitigen Rechenmodelle die dynamische Entwicklung im Berliner Westen und im angrenzenden Umland noch nicht ausreichend ab.“

Stellungnahme der Bezirkspolitiker

Bezirksbürgermeister Frank Bewig betonte dazu: „Die Verlängerung der U7 ist für uns eine Frage der zukunftsfesten Daseinsvorsorge. Spandau gehört zu den am stärksten wachsenden Bezirken Berlins. Im Bezirk und auch direkt hinter der Landesgrenze entstehen neue Wohnquartiere mit tausenden zusätzlichen Einwohnern. Wir reden hier über zehntausende Menschen in Staaken, der Wilhelmstadt und der Großsiedlung Heerstraße Nord, die auf einen leistungsfähigen Nahverkehr warten. Für uns stellt sich nicht die Frage nach dem „Ob, sondern nach dem „Wie“ der Realisierung. Wir setzen auf einen konstruktiven Dialog mit dem Senat, um diese Realitäten in die abschließende Bewertung einfließen zu lassen und gemeinsam die beste Lösung umzusetzen.“

Bezirksstadtrat Thorsten Schatz ergänzte: „Aus unserer Sicht ist die Verlängerung der U7 bis zur Heerstraße Nord das klare Mindestziel. Es braucht auch eine perspektivische Weiterführung ins Umland. Das Havelland wächst rasant und die Pendlerströme erfordern eine Schienenanbindung, die diesen Namen verdient. Die U7 ist hierfür die sinnvollste Lösung. Ergänzende Systeme wie eine Straßenbahnanbindung aus Richtung Krampnitz sind denkbar, sofern sie als Zubringer zur U-Bahn fungieren und nicht als Ersatz dienen. Die U7-Verlängerung bleibt das Schlüsselprojekt für die Mobilitätswende im Westen. Entscheidend ist, dass sie kommt. Alles andere kann ergänzen, aber nicht ersetzen.“

Städtebaulich wäre eine Verlängerung bis Heerstraße Nord ein Großprojekt, das mindestens 6-10 Jahre Bauzeit und Kosten von mehr als 1 Mrd. Euro überschreiten kann. Alternativen müssen daher geprüft
werden. Neben Tram, U-Bahn und S-Bahn kommen auch eine Magnetschwebebahn neu in Frage. Das Transport-System Bögl bietet auch die Option, Güterverkehr und ÖPNV in Synergien neu zu denken!


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