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Aufträge für neun Kitas in Holzmodulbauweise vergeben

Kita in Holzmodulbauweise
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Neue KITA-Plätze braucht das Land Berlin. Um den wachsenden Bedarf möglichst schnell zu decken, erarbeitete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, und den Bezirken das Projekt MOKIB (Modulare Kitabauten).

Im Ergebnis dieses Prozesses wurden Bedarfsprogramme für drei unterschiedlich große Kindertagesstätten entwickelt.

Bereits in der Wettbewerbs-Auslobung entschied man sich aus ökologischen und ökonomischen Erwägungen für den Baustoff Holz.

Das erste Vergabeverfahren für die Errichtung der modularen Kitabauten aus Holz endete im Februar 2019, jedoch ohne, dass ein Angebot abgegeben wurde. Das Verfahren für die Ausführung wurde deshalb ein zweites Mal europaweit ausgeschrieben – diesmal mit Erfolg. Der Auftrag für neun Holzgebäude mit insgesamt 1200 neuen Kitaplätzen wurde erteilt. Den Zuschlag für Los 2 erhielt Fa. Terhalle Holzbau GmbH aus Ahaus, den Zuschlag für Los 3 die HU-Holzunion GmbH aus Rotenburg.

Stimmen der verantwortlichen Senatorinnen

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen sagte dazu: „Mit den neuen Gebäudetypen werden in kurzer Zeit Kitas in hoher Qualität errichtet. Das Projekt zeigt, wie Holzbau mit vorgefertigten Modulen in Berlin auch in Zukunft zügig und umweltverträglich umgesetzt werden kann. Aufgrund der angespannten Situation am Baumarkt und der neuentwickelten Holzmodulbauweise war es nicht einfach, geeignete Firmen für den Bau der Kitas zu finden. Umso mehr freue ich mich, dass die Realisierung von neun Kitas noch in diesem Jahr beginnen kann.“

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie ergänzte: „Wir haben mit Schulen in Holzmodulbauweise bereits gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, dass nun auch im Kita-Bereich neun solcher Bauten realisiert werden. Es ist eine gute Ergänzung zu unserem erfolgreichen Landesprogramm zum Kita-Ausbau.“

Kita in Holzmodulbauweise

Das Tragwerk des Gebäudes wird als robuste und nachhaltige Holzkonstruktion geplant. Es werden statische Systeme aus tragenden und längsaussteifenden Innenwänden beidseits der Erschließungszone sowie fassadenseitigen tragenden Brüstungen / Attiken sowie Stützen geplant, auf denen die tragenden und zur Scheibe ausgebildeten Dach- und Geschossdecken aufliegen. Die Giebelwände dienen in erster Linie der Gebäudequeraussteifung. Die Gründung erfolgt in Massivbauweise und wird an die jeweiligen standortabhängigen Baugrundverhältnisse optimal angepasst. Die energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle orientieren sich am Passivhausstandard, der Neubau erfüllt die Anforderungen an den Niedrigenergiehaus-Standard.

Die Gebäude (Typ 120 mit maximal 136 KITA-Plätzen) werden zunächst in neun Berliner Bezirken realisiert. Die ersten Gebäude sollen 2020 fertiggestellt werden. In Spandau entsteht eine neue Kita in „Zu den Fichtewiesen 14“ in 13587 Berlin.

Übersicht: Neun neue Kitas in Holz-Modulbauweise
Übersicht: Neun neue Kitas in Holz-Modulbauweise (Tabelle: SenSW)

Haushaltszwänge und Baumaßnahmen durch freie Träger

Auf Grund haushalterischer Vorgaben konnten nur zwei Lose vergeben werden. Daher mussten zwei Lose aufgehoben werden. Um auch diese Kitaplätze möglichst schnell in die Umsetzung zu bringen, sollen die verbleibenden Mittel ins Landesprogramm umgewidmet und die Baumaßnahmen durch freie Träger realisiert werden. Die entsprechenden Anträge liegen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vor (Quelle: Pressemitteilung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen | 27.9.2019).

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