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Tiefwerder Wiesen: der alte Steg wird erneuert

Alter Bohlensteg Tiefwerder
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Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde vor etwas mehr als einem Jahr der alte Steg durch das Schutzgebiet der Tiefwerder Wiesen aufgrund seiner Baufälligkeit still gelegt und schließlich abgerissen. Nun soll der Steg bis Ende diesen Jahres erneuert werden.

Die Tiefwerder Wiesen sind in vielerlei Hinsicht ein naturlandschaftliches Kleinod. Es ist eines der wenigen Gebiete, in denen in Berlin noch Reste der ursprünglichen Auenlandschaft zu finden sind. Altarmen der Havel und einige Fließe durchziehen das Gebiet.

Die Landschaft wurde mit Hilfe des Umweltentlastungsprogramms über mehrere Jahre erfolgreich renaturiert. Heute sind Naturlandschaft und Naturerlebnis mit einander verbunden.

Hierzu erklärte der Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Gesundheit, Frank Bewig: „Da der Neubau einer Steganlage auf Grund von aufwändigen baulichen Anforderungen und den damit verbundenen erheblichen Kostensteigerungen in weite Ferne gerückt wäre, haben wir uns für eine alternative Lösung entschieden, um eine Durchwegung durch die Tiefwerder Wiesen zu ermöglich. Ich bin dem Straßen- und Grünflächenamt und dem Umwelt- und Naturschutz für die Entwicklung der nun gefundenen baulichen Lösung sehr dankbar und hoffe, dass sich nach Fertigstellung auch wieder die Nutzer die Durchwegung genießen können.“

Veränderte Bauvariante mit Schwimmstegen

Der Neubau des Stegs war im Ergebnis der Planung zu teuer, und entsprach auch nicht mehr den naturschutzrechtlichen Vorgaben für das Gebiet. Um trotzdem eine durchgängige Fußwegverbindung durch die Tiefwerder Wiesen zu schaffen, verständigtten sich Straßen- und Grünflächenamt sowie Umwelt- und Naturschutzamt auf einen steglosen Weg am parallel zum alten Steg verlaufenden Ufer.

Um trotzdem trockenen Fußes die Fließe zu überqueren, kommen sog. Schwimmstege zum Einsatz, die sich auch schwankenden Wasserständen problemlos anpassen können und deutschlandweit in ähnlich sensiblen Schutzgebieten bereits zum Einsatz kommen.

Die dafür notwendige Finanzierung konnte das Bezirksamt kurzfristig akquirieren. Die Baumaßnahmen sind im Gang. Je nach Witterung hoffen beide Fachämter, den Weg noch vor Jahresende fertig zu stellen.

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