Mehrere Anlieger hatten sich an die Spandauer Tageszeitung gewandt, um über die desolaten Zustände in der Straße Freiheit zu berichten. Am 23. Juli erschien der Beitrag „Freiheit: Parkplatznot und abgestellte Fahrzeuge sorgen für Unmut in Spandau.“
Der Beitrag brachte endlich Schwung in die Angelegenheit, das Bezirksamt Spandau setze die Vollzugsorgane in Aktion. In der Pressemitteilung vom 07.08.2026 wurde die peinliche Lage bereinigt und in der behördenüblichen beschönigenden und vernebelnden Sprache als Erfolgsstrategie verkauft.
Am Ende der Pressemeldung folgt dann der seit Jahrzehnten übliche Appell: „Der Bezirk appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, diese Angebote zu nutzen und öffentliche Flächen sauber zu halten. Nur durch das gemeinsame Engagement aller Beteiligten können Müll-Probleme nachhaltig reduziert werden.“
Politikversagen, Behördenversagen und eine falsche Digitalstrategie des Landes Berlin werden weiter verschleiert:
- ein Stadtratsposten unbesetzt & Ämterüberlastung
- arbeitsteilige Zuständigkeiten werden erst durch Zeitungsbeitrag aktiviert
- Bezirksamt (und Berliner Politik) hoffen, die Pressemitteilung wird gelesen & befolgt.
Auf diesen Gedanken ist man noch nicht gekommen: „Regelbewußtsein setzt Lesen und Wahrnehmung der Information voraus!“
Erst wenn alle Menschen in der Stadt die Information lesen und kennen, kann gemeinsames Handeln, Gemeinsinn, soziale Ansprache und Generalprävention entstehen. Und erst wenn Journalisten tätig werden, können die notwendigen Checks & Balances in der Demokratie ihre gemeinwohlfördernden Wirkungen entfalten!
Public Media – Amtsblatt-Sichtbarkeit sorgt für Inklusion & soziale Synergien*
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