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Venera Gimadieva als „La Sonnambula“ in der Deutschen Oper Berlin

Venera Gimadieva spielt die Hauptrolle der Amina in "La Sonnambula"
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Das neue Opern.Jahr beginnt mit einer Premiere von Vincenzo Bellini, die am 6. März 1831 im Teatro Carcano in Mailand uraufgeführt wurde. „La Sonnambula“ oder „die Nachtwandlerin“ entstand infolge eines Auftrags des Herzogs Litta von Mailand, dem Bellini nachkam. Er wählte für das Thema ein ländlich-pastorales Sujet, in Anlehnung an seine vorherige Vertonung von Victor Hugos „Hernani“.

Die Oper war einer der größten Erfolge Bellinis und wurde bald in ganz Europa und sogar in New York aufgeführt. Sie liegt in der Tradition des Belcanto, einer Stilrichtung, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt in Italien reichte. Der Belcanto, auf deutsch „schöner Gesang“, zeichnet sich durch eine hohe Virtuosität und besondere Klangschönheit des Gesangs aus.

Ein weiterer Grund für den großen Erfolg der Oper war sicher auch die sympathisch anmutende Geschichte. Elvino, ein reicher Gutsbesitzer verliebt sich in das arme Waisenmädchen Amina. Ihre Adoptivmutter Theresa ist froh darüber und hofft, ihr Pflegekind gut unter die Haube zu bringen. Amina scheint jedoch mit der Situation überfordert zu sein, Abend für Abend wandelt sie im Schlaf und merkt natürlich nicht, das ihr dabei ein Unglück widerfährt.

In der Nacht vor der Vermählung landet sie auf unbekannte Weise im Bett des Grafen Rodolfo. Durch begehrende Blicke hatte Rudolfo den Bräutigam Elvino bereits Tage zuvor eifersüchtig gemacht. Dann passiert auch noch ein Missgeschick: Ein Glas Rotwein kippt versehentlich auf dem Bettlaken um. Als Elvino und seine Gesellschaft das rot befleckte Laken entdecken, erreicht der Skandal seinen Höhepunkt.

Die Deutsche Oper Berlin hat das Melodramma von der Oper Stuttgart übernommen, deren Premiere auf den Monat genau sieben Jahre her ist. Regie und Dramaturgie werden in der Berliner Fassung ebenfalls von Jossi Wieler und Sergio Morabito geführt. Für die neue Inszenierung arbeiten die Regisseure jedoch mit der Ausstattung von Anna Viebrock. Dabei übersetzen sie die romantische Idylle des Schweizer Bergdorfes in die biedere Enge eines Dorfgasthofes.

Die musikalische Leitung übernimmt diesmal Diego Fasolis, der Schweizer Komponist und Organist gilt als Spezialist der Barockmusik. Er studierte in Zurich, Paris und Cremona und erlangte vier Diplome mit Auszeichnung. Seine Virtuosiät und Vielseitigkeit sind gepaart mit einer hohen musikalischen Präzision, was sowohl bei Publikum wie bei Kritikern hoch geschätzt wird.

Auch bei der Bühnenbesetzung gibt es Änderungen. In der Rolle der Amina glänzt die russische Sopranistin Venera Gimadieva. Der Opernstar ist eine der gefragtesten lyrischen Koloratursopranistinnen in ganz Europa. Sie studierte am St. Petersburger Konservatorium und war Mitglied des Young Artists Opera Program am Bolschoi-Theater in Moskau. Ihr Lieder- und Konzertprogramm umfasst insbesondere Belcanto-Arien und russische Arien.

Der Opernabend dauert drei Stunden und enthält eine Pause. Vor Beginn der Vorstellung gibt es eine 45minütige Einführung im Rang-Foyer rechts.


La Sonnambula
Melodramma von Vicenzo Bellini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere: Samstag, 26. Januar 2019, 19.30 Uhr | Tickets: 134 bis 24 €

Weitere Vorstellungen: Samstag, 2. Februar | Donnerstag, 7. Februar | Sonntag, 10. Februar | sonntag, 19. Mai | Samstag, 25. Mai 2019
Beginn jeweils 19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr

Tickets: 98 € bis 22 €

Deutsche Oper Berlin | Richard-Wagner-Straße 10 | 10585 Berlin-Charlottenburg | www.deutscheoperberlin.de

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