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Elke Bohm zeigt Werke der Einzelausstellung „KRIEG“

Elke Bohm

Die Berliner Malerin und Bildhauerin Elke Bohm zeigt eine Einzelausstellung mit Gemälden und Collagen zum Thema „KRIEG“. — Elke Bohm lebt und arbeitet in Berlin. Mehr über die Künstlerin ist im Internet zu finden: www.saatchiart.com/elboh und Elke Bohm’s Art Collections .

Zur Ausstellung hat die Künstlerin ein Zitat voran gestellt, das Ihre Beweggründe für die künstlerische Ausseinandersetzung mit dem Thema Krieg affirmiert hat:

„Krieg hört ja nicht auf, wenn die Waffen schweigen. Er beschädigt danach mehr als eine Generation lang und länger die engen Familienbeziehungen.“
aus: Die vergessene Generation“, Sabine Bode, Verlag Klett Cotta, 2004.

In einer sehr persönlichen Stellungnahme schreibt Elke Bohm:

„Dieses Zitat ist umso zutreffender, als in der Generation meiner Eltern und Großeltern kriegsbedingte Verhaltensauffälligkeiten entweder ignoriert wurden, oder den Veteranen mangelndes Rückgrat vorgeworfen wurde. So hatten die Kriegsheimkehrer kaum eine Chance, ihre veränderte Haltung zu überdenken. Häufige Folgen dieses Dilemmas waren Alkoholismus, die nach dem Krieg immer noch vorhandene, oft unbewusste Brutalisierung der meist noch sehr jungen Soldaten, Gewalttätigkeiten, Schlaflosigkeit, ein allgegenwärtiger Befehlston, konsequentes Schweigen über das Erlebte in Familien und Schulen, und die Verrohung der Sprache. Hier nur einige Beispiele: „Zum Abschießen“, „schlägt ein wie eine Granate“, „hat das Schießpulver nicht erfunden“, „sich panzern“, „einbunkern“, „in die Bresche springen“, „wie eine Bombe hochgehen“, etc.

Elke Bohm erläutert ihre künstlerische Position: „Schon lange, bevor ich anfing, mich mit meiner familiären Kriegsgeschichte realistisch auseinanderzusetzen, habe ich zu dem Thema abstrakt-impressionistische Bilder und Collagen geschaffen.Die realistischen Werke sind also eigentlich Pendants zu den älteren, abstrakten Bildern. Im Ausstellungskatalog habe ich sie einander gegenüber gestellt.

2018 war ich bereit, die Weltkriege auch realistisch als Sujet anzugehen. Ich war mir sicher, spätestens drei Jahre später eine Ausstellung dazu machen zu können.Die Pandemie durchkreuzte diesen Plan und inzwischen hat das Thema einen entsetzlichen Realitätsbezug bekommen.Als Inspiration für die Collagen und Gemälde dienten mir alte Fotos und eine Kriegspostkarte von 1917, die auch das Motiv für das nun leider aktuelle Ausstellungsplakat geliefert hat.“


Elke Bohm: „KRIEG“
Ausstellung vom 3. – 9. Juni 2022

Öffnungszeiten:
Fr 3. Juni 2022 ab 19.30 h | Sa 4. Juni – Mi 8. Juni 2022 von 16.30 h – 19.30 h | Do 9. Juni 11 – 13 h

Während der Ausstellung ist es möglich sich in Texten über einzelne Bilder zu informieren. Ferner kann für die Ukraine gespendet werden. Amnesty International untersucht mit Anwälten, und in der Ukraine mit Hilfe von Sachverständigen die Kriegsverbrechen, damit die Täter angeklagt werden können.

Raum 30 | Weissenburger Str. 30 | 13595 Berlin