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Haltung zeigen! – lab.Bode geht mit Ausstellung und Aktionen auf Wanderschaft

lab.Bode - mobiler Experimentier-Raum
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Das Bode-Museum auf der Museumsinsel ist wegen der Corona-Pandemie als Lernort noch geschlossen. Schüler aus Spandau kommen daher nicht ins Bode-Museum.

„Doch was wäre, wenn das Bode-Museum nach Spandau kommt?“

Kreative Ideen für alternative Veranstaltungskonzepte werden im Berliner Kulturbetrieb entwickelt. Das lab.Bode ist ein mobiles Konzept, das zu Beginn des neuen Schuljahres hinaus in die Stadt strebt, auf die Schulhöfe dreier Berliner Schulen.

Die Kooperationsprojekte von lab.Bode – einer Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen mit neun Berliner Partnerschulen, waren auch vom Lockdown betroffen. Mit dem mobilen lab.Bode wird mit Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 das Modellprojekt für kulturelle Bildung unter Beachtung von Infektionsschutzauflagen fortgesetzt.

Vom 08. bis 10. September 2020 eröffnet die Wanderausstellung „Haltung zeigen!“ für Schülerinnen und Lehrerinnen auf dem Schulhof der B.-Traven-Gemeinschaftsschule in Berlin-Spandau.

lab.Bode: Schulprojekt  „Haltung zeigen!“ - Foto: © Juliane Eirich
lab.Bode: Schulprojekt „Haltung zeigen!“ – Foto: © Juliane Eirich

Zum Projekt „Haltung zeigen!“
Was bedeutet es heute, mutig zu sein? Welche Themen sind uns wichtig? So
wichtig, dass wir für sie einstehen und dafür demonstrieren würden?

Kuratorinnen der Skulpturensammlung sowie des Museums für Byzantinische Kunst eingeladen, Werke aus den Museumssammlungen auszuwählen, die in besonderer Weise von Mut und couragierter Haltung erzählen.

In Auseinandersetzung mit diesen historischen Kunstwerken erarbeiteten Schülerinnen im vergangenen Schuljahr in einwöchigen Workshops eigene, gesellschaftlich und politisch aktuelle Anliegen zu Themen wie „Kinderrechte“, „Umweltschutz“, „Rassismus“ oder „Mobbing“. In dem Projekt, das kulturelle und politische Bildung verbindet, entstanden Plakate, Sprechchöre und Performances mit Botschaften der Kinder und Jugendlichen.

Die Ergebnisse der Workshops und Reproduktionen der ausgewählten
Kunstobjekte gehen nun als Wanderausstellung in einem Kuppel-Zelt auf Reisen.

lab.Bode als neuer Aktionsraum an der Schule
Jeweils für einige Tage werden die Schulhöfe Partnerschulen zum Ausstellungs- und Aktionsort. Im lab.Bode treffen die Reproduktionen von Kunstwerken aus dem Bode-Museum und die Anliegen der Schülerinnen aufeinander. Zugleich entsteht ein neuer Raum für Diskussionen und künstlerisches Arbeiten.
Workshops mit den Künstlerinnen Surya Gied, Raphael Hillebrand, Magda Korsinsky und Daniel Mecklenburg in den Bereichen Malerei, Street Art und Performance sind vormittags geplant.
In der Mittagszeit können sich Schülerinnen und Lehrerinnen die Wanderausstellung anschauen und mit Kuratorinnen aus dem Bode-Museum ins Gespräch kommen. Nachmittags laden Expertinnen die Kinder und Jugendlichen ein, mit ihnen über die von ihnen genannten Anliegen zu diskutieren. Zusätzlich wird eine Fortbildung für Lehrerinnen zum Thema diskriminierungskritische Bildungsarbeit angeboten.

lab.Bode: Schulprojekt  „Haltung zeigen!“ - Foto: © Juliane Eirich
lab.Bode: Schulprojekt „Haltung zeigen!“ – Foto: © Juliane Eirich

lab.Bode – Wir setzen das Museum in Bewegung!
Seit 2016 ist das Bode-Museum ein Experimentierfeld für die Vermittlungsarbeit in Museen. In enger Zusammenarbeit mit neun Berliner Schulen und dem gesamten Bode-Museum nimmt lab.Bode ungewohnte Perspektiven ein und erprobt neue Arbeitsweisen. Ein bundesweites Volontärsprogramm fördert dazu die Ausbildung von jungen Vermittlerinnen an 23 Partnermuseen.
Mit öffentlichen Diskursveranstaltungen lädt lab.Bode regelmäßig zur Reflexion über aktuelle Fragestellungen, Theorien und Perspektiven der Vermittlungsarbeit in Museen ein.
„lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen“ ist ein gemeinsames Programm der Kulturstiftung des Bundes und der Staatlichen Museen zu Berlin.

Mehr Informationen über das lab.Bode:

Schulprojekt: „Haltung zeigen!“

lob.Bode Projekttage – buchbare Outreach-Schulangebote


Infektionschutz im lab.Bode
Beim Besuch des Zeltes gelten die Hygieneregeln der jeweiligen Schule. Die Schulleitungen entscheiden, ob im Zelt Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden müssen. Mitarbeiterinnen der Staatlichen Museen sowie Freien Mitarbeiterinnen halten sich an die Masken- oder Visierpflicht. Das 75 Quadratmeter große Zelt darf nur von einer begrenzten Anzahl von maximal zehn Schülerinnen und zwei bis drei Betreuerinnen betreten werden.
Eine spielerische Bodengrafik, die vom Gestalter des Projekts, Jaroslav Toussaint, entwickelt wurde, stellt einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen allen Workshopteilnehmerinnen sicher. Werkzeuge und Materialien, die eingesetzt werden, dürfen jeweils nur von einer Person genutzt und müssen anschließend desinfiziert werden.


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