Montag, 31. August 2026
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IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin löst schwere Bedenken aus

Rotes Rathaus mit berlin.de

Seit dem 7. August 2026 waren Hacker aktiv und haben Daten aus dem Landesnetz Berlin abgezogen und erbeutet. Der Zeitpunkt des Datenabflusses lag zwischen dem 7. und 12. August 2026 – und vor den Netzabtrennungen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am 14. August 2026. Die zuständigen Stellen wie die Landesdatenschutzbeauftragte und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden fortlaufend über die neuen Kenntnisse unterrichtet.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner bestätigte am 28. August 2026 nach einer Sondersitzung des Senats: Die Hauptstadt wird nach dem Einbruch in ihr Datennetz erpresst. Die Täter verlangen nach Medienberichten rund zwei Millionen Euro.
Die Täter behaupten, Daten aus knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren, mehr als 46.500 Verträge, Justizunterlagen, Notfallplänen und Tausenden Zugangsdaten erbeutet zu haben. Die Täter waren offenbar mindestens eine Woche in den Datenbanken der Behörden unterwegs, bevor Berlin den Einbruch überhaupt bemerkte.
Hinter der Attacke steht die international bekannten Ransomware-Gruppe „Rhysida“, die angeblich fast sechs Terabyte Daten erbeutet hat. Darunter sind auch hochsensible Daten zu Infrastruktur, Passwörter und Personendaten.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, und die Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger, erklärten dazu am vergangenen Freitag: „Das Land Berlin lässt sich nicht erpressen. Gegen die mutmaßlichen Täter des Hacker-Angriffs auf das Landesnetz Berlin ermitteln in enger Zusammenarbeit das Landeskriminalamt Berlin, die Staatsanwaltschaft und die Sicherheitsbehörden des Bundes mit Hochdruck. Die Untersuchungen zu Inhalt und Umfang der abgeflossenen Daten werden mit großer Intensität vorangetrieben.“

Die Krisensituation dauert an: „Die forensischen Untersuchungen und das Scanning des Landesnetzes Berlin dauern bis auf Weiteres an. Auch der IKT-Notfallstab bleibt bis auf Weiteres aktiv.“ Die zuständigen Stellen wie die Landesdatenschutzbeauftragte sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden weiter fortlaufend über die neuen Kenntnisse unterrichtet.


Neue Bedenken — neue Herausforderungen

Der IKT-Vorfall im Land Berlin geschieht in einer Umbruchsituation, in der das Offene Internet durch die Entwicklung von KI-Technologien mehr und mehr in Frage gestellt wird. Die Integration von KI-Systemen in das Betriebssystem und in Browsertechnologien verwandelt den bisher freien, unabhängigen und kreativen User in konnektierte Daten-Verarbeiter, die mit Echtzeit-Dialog-Systemen zusammen arbeiten.
Dabei stehen Journalisten und Redakteure besonders im Fokus, weil sie in „abonnierter Arbeitsteilung“ bis zu 500 Dollar pro Monat für die KI-Nutzung aufbringen müssen, um mit KI-Systemen journalistisch arbeiten zu können.
Alle Wertschöpfungsketten in Medientechnologien im Journalismus verändern sich dabei, werden immer anspruchsvoller — und fehleranfälliger. Neben den Redakteur tritt künftig ein Lektor, der in der Lage ist, Fehler, KI-Halluzinationen und auch Faktenchecks zu beurteilen.

In der Folge müssen sich alle Digitalisierungsstrategien künftig mit neuen Grundsatzfragen und mit völlig neuen Herausforderungen befassen. Auch die Digitalstrategie des Landes Berlin und die „SmartCity-Strategie“ wird auf den Prüfstand kommen.


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