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70 Jahre Vaganten Bühne in de City-West

Vaganten Bühne Berlin
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Das Theater liegt ganz versteckt mitten in der City-West. Es ist ein kleines, gut ausgebautes Privattheater, mit nur 100 Plätzen. Ein fast intimes, aber funktionales Theater mit Studiocharakter, und einer großen Tradition. Es teilt das gleiche Gebäude, in dem auch der Jazzclub Quasimodo, das Quasimodo Restaurant und der Delphi-Filmpalast untergebracht sind. Unmittelbar daneben liegt das Theater des Westens. In den Anfangsjahren war die Vaganten Bühne DAS Avantgarde-Theater im alten West-Berlin.

Gegründet wurde es unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Schauspieler und Regisseure um Horst Behrend fanden in Berlin zusammen, um als freie Theatergruppe an wechselnden Orten zu spielen. Zuerst nannte sich die Gruppe „TiK“, „Theater im Koffer“. Später benannte man sich in Anlehnung an die umherziehenden mittelalterlichen Spielleute um in „Die Vaganten“ und gründete am 9. Februar 1949 unter Ägide von Günther Rutenborn und Horst Behrend das Theater.
Mitte der Fünfzigerjahre zogen die Vaganten dann ins Souterrain des Delphi Filmpalasts, wo sie noch heute spielen. Seit 1980 wird die Vaganten Bühne als gGmbH geführt.

Am 9. Februar 2019 feierte die Vaganten Bühne Berlin ihr siebzigjähriges Jubiläum. Das Theater unter der Leitung von Jens-Peter Behrend wurde 1949 von dessen Vater, Horst Behrend, gegründet und ist damit eines der ältesten Theater in Berlin.

In 70 Jahren standen mehr als 1.500 Darsteller*innen auf der Bühne, in mehr als 500 Inszenierungen wurden Autor*innen quer durchs Alphabet gespielt und dabei ganz unterschiedliche Theaterepochen durchlebt und mitgestaltet: von den Anfängen als Avantgarde-Theater des alten West-Berlins bis hin zur heutigen Fokussierung auf zeitbezogene und gesellschaftspolitisch relevante Themen und Stoffe. Die Vaganten-Bühne hat ein treues und begeistertes Publikum, doch mitten in der vibrierenden City-West sind immer noch ein paar Plätze frei, um neugierige Gäste einzuladen, und ein neues junges Publikum zu inspirieren.


Aktuell auf dem Spielplan

16.Februar 2019 | 20:00 Uhr
Der Nazi & der Friseur
Edgar Hilsenraths Provokation, die Shoah aus der Sicht eines Täters zu erzählen, hat an Wirksamkeit nichts eingebüßt. Die Doppelgestalt des Massenmörders, der in die Haut seines Opfers schlüpft und davonkommt, rührt an Grundfragen von Ethik, Moral und Schuld. – Weitere Termine: 19.3. und 20.3. jeweils 20 Uhr

Tickets (Normalpreis) 24,20 € und 17,60 € – Ermäßigt 11,00 €


20., 21., 22. Februar 2019 | 20:00 Uhr
Shakespeares sämtliche Werke
von Adam Long, Daniel Singer und Jess Winfield,
Michael Baderschneider, Cyrill Berndt, Stefan Lochau, Stefan Mehren

Am Shakespeare-Abend werden alle Theater-Rekorde gebrochen. Auf der Bühne tickt eine Uhr. Der Zuschauer wird in den Lauf gegen die Zeit eingespannt: Vom ‚Lear‘ zum ‚Sommernachtstraum‘, von ‚Romeo und Julia‘ zum ‚Hamlet‘ und alles, was er sonst noch geschrieben hat: die gesammelten Werke William Shakespeares in neunzig Minuten!

Tickets (Normalpreis) 24,20 € und 17,60 € – Ermäßigt 11,00 €

Vaganten Bühne | Kantstraße 12 A | 10623 Berlin | www.vaganten.de

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