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Spezialfahrzeug erfasst den Straßenzustand in Berlin

Mess-Spezialfahrzeug TÜV Rheinland Schniering
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Die Straßenunterhaltung in Berlin soll systematisch verbessert werden. Zu diesem Zweck wird auf moderne Kameratechnik und digitale Messtechniken gesetzt.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird ab Dienstag, den 21.04.2020, bis Ende September 2020 den baulichen Zustand von rund 2.700 Kilometer Fahrbahnen auf Hauptverkehrsstraßen standardisiert messen und erfassen lassen. Die Daten, die der Erhaltungs- und Sanierungsplanung dienen, sollen Anfang 2021 zur detaillierten Auswertung zur Verfügung stehen.

Zertifizierte Messfahrzeuge im Einsatz

Im Auftrag der Verkehrsverwaltung erfasst die TÜV Rheinland Schniering GmbH mit zertifizierten Messfahrzeugen die Längs- und Querebenen der Fahrbahnen, die sich bei schlechtem Zustand als Spurrinnen oder Senkungen innerhalb der Fahrbahnen bemerkbar machen können. Zudem werden hochauflösende verzerrungsfreie und maßstabsgetreue Bilddarstellungen, sogenannte Orthofotos, erzeugt, deren Auswertung am Bildschirm genaue Aufschlüsse über Risse, Ausbrüche, Fehlstellen, Flickstellen oder andere Schäden ergeben. Zudem werden Streckenfotos aufgenommen, die der allgemeinen Orientierung für die Auswertung dienen.

Datenerfassung für das neue Erhaltungsmanagementsystem

Für die Vermessung und Erfassung werden spezielle Fahrzeuge mit Kameras und Messtechnik die Straßen Berlins befahren. Die Daten fließen in das Erhaltungsmanagementsystem der Straßen Berlins (EMS) ein, das sich derzeit im Aufbau befindet. Hinzu kommen Daten zum Aufbau, Baujahr und zur Verkehrsbelastung der jeweiligen Straßen. Aus den ermittelten Daten werden Zustandsnoten generiert, die für die Erhaltungsplanung der zuständigen Stellen eine wichtige Entscheidungsgrundlage darstellen, da für die Aufstellung von Bauerhaltungsprogrammen Bestandsdaten und Verkehrsdaten benötigt werden.

System für Nebenstraßen, Gehwege und Radwege in Entwicklung

Für Nebenstraßen, Gehwege oder Radwege ist diese standardisierte Erfassungsmethode mit schnellen Straßenmesssfahrzeugen nicht geeignet. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Straßenwesen sowie der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen wird derzeit an einer neuen, bundesweit einheitlichen Erfassungsmethode gearbeitet, auf deren Grundlage etwa ab 2022 auch eine entsprechende Zustandserfassung für Rad- und Gehwege erfolgen soll.

Die Firma Schniering ist eine 100%-ige Tochter der TÜV-Rheinland-Group und hat die die Messung / Aufnahme von Parametern wie

Längsebenheit – TP1a
Querebenheit – TP1b
Griffigkeit – TP2
Substanzmerkmale – TP3
Oberflächen- und Streckenbildern
Makrotextur

mit schnellen Messfahrzeugen optimiert. Die Straßenunterhaltung wird damit enorm erleichtert und kann zielgenauer als bisher geplant werden.

Weitere Informationen:

www.schniering.com

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